Studienangebot

 

Ausbildung

Durch die Zusammenarbeit mit den Studiengängen der Anthroposophischen Akademie für Therapie und Kunst – a t k a können die Studierenden schon während der gestaltungs- und maltherapeutischen Ausbildung mit anderen Fachrichtungen den interdisziplinären und interprofessionellen Austausch pflegen. Dies gilt für die medizinischen Grundlagen, Psychologie, Pädagogik, Kommunikation, Berufsrolle und Öffentlichkeitsarbeit. Es gelten zudem für alle a t k a-Module die reduzierten Teilnahmegebühren für

a t k a-Studierende.

​Fächerkanon

Das Grundlagenstudium bietet Einblick in die anthroposophische Gestaltungs- und Maltherapie.

 

Im Bereich der Maltherapie kann als Spezialität dieses Studiengangs aus zwei Vertiefungsrichtungen eine gewählt werden:

  • nach Margarethe Hauschka

  • nach Licht-Finsternis-Farbe, Liane Collot d'Herbois

​Der Studiengang ist nach inhaltlichen, methodischen und didaktischen Gesichtspunkten in Themenfelder gegliedert. Diese orientieren sich an den Hauptwirksamkeiten von Licht, Farbe, Form, Leichte – Schwere und der verbindenden Mitte in der menschlichen Organisation sowie an der besonderen Gliederung der menschlichen Organisation in drei Funktionsbereiche und vier Wesensglieder und deren Zusammenspiel.

 

Die Diagnostik und die daraus abgeleiteten therapeutischen Ansätze sind wesentliche Bestandteile des Curriculums.

Das theoretische Fachwissen wird in die regelmässige, praktisch-übende Tätigkeit eingebettet.

In der Auseinandersetzung mit der eigenen Person und mit medizinischen, psychologischen und psychopathologischen Konzepten entwickeln die Studierenden fortlaufend ihre therapeutische Kompetenz.

 

In der Therapieausbildung wechseln theoretischer Unterricht, Falldarstellungen und praktisches Üben ab und ermöglichen einen gründlichen Fähigkeitenerwerb.

​​​​​​​​​Themenfelder

Therapie-orientiertes Malen, Malmeditationen, Zeichnen, Formenzeichnen, Kunsttherapeutische Anamnese, Werkdiagnostik, Therapeutische Methoden (allgemein und nach Fachrichtung vertieft), Therapeutische Gesprächsführung, Biografisches Arbeiten, Kunst- und Kulturgeschichte, Berufskunde, Falldokumentation, Plastizieren.

Diese Themenfelder werden durch anthroposophische, humanistische sowie berufspraxisbezogene Grundlagen ergänzt (anthroposophische Menschenkunde).

Die ersten Studienjahre münden in eine künstlerische und schriftliche Jahresarbeit mit Präsentation, das Abschlussjahr u.a. in die Vorstellung der Abschlussarbeit. Ein berufspraktisches Jahr kann das Studium abschliessen.

Individuell werden in der unterrichtsfreien Zeit Literatur, schriftliche Arbeiten und Forschungsaufgaben bearbeitet sowie Hospitationen und Praktika besucht.

 

Voraussetzungen

Eine künstlerische Ausbildung, ein pädagogischer, heilpädagogischer, sozialtherapeutischer oder pflegerischer Beruf mit einigen Jahren Berufserfahrung oder eine abgeschlossene Berufslehre, Sekundarstufe II.

Je nach angestrebtem Zertifikat sind besondere Anforderungen zu erfüllen (siehe Zertifikate /Abschlüsse).

 

Freude am bildnerischen Gestalten und der Impuls, durch künstlerisch-therapeutisches Tun andere Menschen zu begleiten.

 

Die Ausbildung fordert Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit sich selbst, zur Reflexion, zur eigenen Entwicklung.

 

Besuch der Module 1 (Medizinische Grundlagen) und 3 (künstlerische Grundlagen) auch als Weiterbildung und selektiv möglich.

 

In den Grundlagenstudienjahren können die Module 1 und 3 auch von Menschen besucht werden, die sich weiterbilden und den eigenen Weg vertiefen wollen oder aufgrund anderer beruflicher Tätigkeiten an einzelnen Inhalten interessiert sind. Kursteilnehmende, welche ein Modul selektiv besuchen, haben keine Ansprüche auf ein Modulzertifikat. Sie erhalten eine Bestätigung über den Besuch der entsprechenden Fächer und Stunden.

​​Aufnahme

  • Aufnahmegespräch mit Mappe (10 Arbeiten mit unterschiedlichen Techniken und Themen)

  • Besuch eines Informationstages
    (Termine: 16.06.2018 / 18.08.2018; Anmeldung erforderlich, siehe Programm)

  • Dossier zu Vorbildung und zu Interessen

  • Handschriftliches Motivationsschreiben (mindestens 1 A4-Seite)

  • Lebenslauf mit Angaben zu Ausbildungen und Tätigkeiten

 

Beginn

23. September 2018

               

Dauer des Studienganges

Vier Jahre, berufsbegleitend, plus Langzeitpraktikum, falls ein HFP-Abschluss (siehe Abschlüsse) angestrebt wird.

 

Abschlüsse

Die Ausbildung führt zu zwei möglichen Zertifikaten, die kombiniert werden können (siehe Abschlüsse).

Zeitplan

1. Studienjahr:

Wöchentlich montags: Modul 2 (Fachgrundlagen II), Modul 3 (künstlerische Fähigkeiten)

13 Wochenenden pro Jahr: Module 2, 3

8 x Fr/Sa: Modul 1 (Medizinische Grundlagen) in Zusammenarbeit mit der a t k a. Der Besuch der Module 1 und 2 parallel zum Studienbeginn mit Modul 3 wird dringend empfohlen.

Eine Intensivwoche

 

2. Studienjahr:

Wöchentlich montags: Modul 2 (Fachgrundlagen II), Modul 3 (künstlerische Fähigkeiten), Modul 4 (Kunsttherapie)

Ca. 10 zusätzliche Wochenenden pro Jahr: Module 2, 3 ,4

8 x Fr/Sa Modul 1 in Zusammenarbeit mit der a t k a (Medizinische Grundlagen)

Eine Intensivwoche

 

3. und 4. Studienjahr:

Wöchentlich montags und ca. 10 Wochenenden pro Jahr: Modul 4 (Kunsttherapie), Modul 5 (kunsttherapeutische Praktika), Modul 6 (Fallstudie)

Das Langzeitpraktikum schliesst an das vierte Jahr an.

Im 3. Studienjahr: eine Intensivwoche

Selbststudium:

Empfohlen mindestens eine Stunde täglich künstlerisch-therapeutisches Üben; zusätzlich an unterrichtsfreien Wochenenden.

Eventuell zusätzlich Einzelstunden bei einer Dozentin/einem Dozenten nach Wahl.

Weitere zeitliche Beanspruchung:

Im Herbst: 1 Woche; Weihnachten: 3 Wochen; Ostern: 2 Wochen;

Sommer: 8 Wochen.

​Unterrichtsfreie Zeiten / Selbstlernwochen / Praktikazeitraum:

Praktika, Lehrtherapie und Supervision.

Je nach beruflicher, handwerklicher Voraussetzung müssen zusätzlich weitere Kurse besucht werden, um Lücken zu schliessen (dieser Kursbesuch kann am Wohnort erfolgen).